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www.arielhernandez.es Página de presentación del tenor Ariel Hernández Roque, tenor del Coro Nacional de España. Para contactar arielhernandezr@gmail.com

Artículo publicado en la revista MusikFest Journal de Stuttgart

Froh, hier zu sein

Einfach war es wahrlich nicht für Ariel Hernandez Roque, am diesjährigen Musikfest im Festival Chor teilzunehmen. Dabei sind fachliche Qualifikationen in Fülle vorhanden. Schwierigkeiten bereitete ihm vielmehr die Ausreise aus Kuba, wo er geboren ist, lebt und arbeitet. Das mag hierzulande verwundern, stellt den 29-jährigen Tenor aber bei jeder Reise ins Ausland vor Probleme. Diese konnten schließlich dank der Unterstützung Nick Cohus von der Bachakademie und Maria Guinands, der Leiterin des Festival Chors, die sich direkt an die Regierung Kubas wandten, überwunden werden. So gilt sein ganz besonderer Dank diesen Beteiligten, wie er im Interview betont. In frühester Kindheit wurde Ariels musikalische Begabung entdeckt und gefördert. Er verließ bereits mit zehn Jahren das elterliche Haus in der westlichsten Provinz Kubas, Pinar del Rio, um eine musikalische Grundausbildung genießen zu können. 1998 schloss er sein Schlagzeug-, Klavier- und Gesangsstudium an der Kunsthochschule in Havanna ab. Seitdem ist er in der kubanischen Hauptstadt als Gesangs- und Schlagzeuglehrer tätig und singt außerdem in mehreren Chören. Durch seine Mitwirkung im Weltjugendchor hat Ariel nicht nur die halbe Welt bereist (er kennt die meisten Länder Amerikas, war in Südafrika, 2000 bereits in Europa und hat in Spanien und Italien gesungen), sondern auch Maria Guinand kennen gelernt, die ihn auf die Idee brachte, beim Musikfest mitzusingen und dem weltweit verbreiteten Mangel an Tenören ein wenig abzuhelfen. Von Helmuth Rilling und der Bachakademie hatte er schon gehört, die Arbeit ist ihm jedoch fremd gewesen. »Mit einigen Werken Bachs habe ich mich am Klavier beschäftigt, andere europäische Komponisten spielen jedoch in Kuba keine allzu große Rolle«, berichtet der Liebhaber afrikanischer Rhythmen. Neue Erfahrungen macht er bei seinem ersten Deutschlandaufenthalt auch noch in ganz anderer Hinsicht. Er schlottert, zeigt auf seine dick gefütterte Jacke und sagt: »Ich dachte, es wäre Sommer«.

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